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Brenneigenschaften

Verbrennen können alle Brennstoffe nur im gasförmigen Zustand. Um einen flüssigen, oder festen Brennstoff zu entflammen, muss ein Teil davon erst verdampfen, was abhängig von der Moleküllänge und der Temperatur ist. Die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit genug verdunstet, dass der Dunst an der Oberfläche angezündet werden kann, nennt sich BRENNPUNKT. Er liegt kurz über dem FLAMMPUNKT, an dem nur eine einzelne Flamme entsteht, die aber sofort wieder erlischt. Ist der Flammpunkt eines Stoffes nicht einiges höher als die Umgebungstemperatur, ist er leicht entzündlich. Der ZÜNDPUNKT ist die Temperatur, bei der ein Stoff von selbst in Flammen aufgeht.

Der Flammpunkt eines Brennstoffs kann aus der Gefahrenklasse abgeleitet werden, die auf dem Etikett oder dem Gefahrgutbegleitschein (GBS, oder engl. MSDS) verzeichnet ist.

Der SIEDEPUNKT ist die Temperatur, bei der der gesamte Stoff in den gasförmigen Zustand übergeht. Eine Flüssigkeit kann nicht heisser werden als ihr eigener Siedepunkt, also wird das Fackelband erst Temperaturen ausgesetzt, die höher als der Siedepunkt der Brennflüssigkeit sind, wenn diese schon verbrannt ist.

Bei einer sauberen, vollständigen Verbrennung entsteht eine bläuliche Flamme, die wenig leuchtet, wie z.B. beim Gasherd. Das Abgas ist dann Wasserdampf und Kohlendioxid.
Verbrennt der Stoff nicht vollständig (z. b. weil die Flamme zu wenig Sauerstoff bekommt), enthält das Abgas Ruß, also Verbindungen mit Kohlenstoff, der nicht verbrannt ist. Die Rußpartikel glühen in der Flamme, was sie zum Leuchten bringt.
Andere feste Partikel können in anderen Farben glühen. Hierfür werden spezielle Salze verwendet, die teilweise giftig sind. Um eine Flamme zu Färben, darf bei der Verbrennung wenig Ruß entstehen, da die Rußpartikel heller glühen als die Salzpartikel. Alkohole eignen sich als Trägersubstanz, da die Flamme wenig rußt, und die Salze sich gut lösen lassen. Bengal-Liquids sind fertig gemischt in diversen Shops erhältlich.

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